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NATO-Opfer fordern Entschädigung

Berlin. Die Angehörigen der Opfer des von der Bundeswehr angeordneten NATO-Bombardements zweier Tanklaster in Afghanistan fordern Entschädigung von der Bundesregierung. Im Namen von 78 afghanischen Familien haben der Bremer Anwalt Karim Popal und drei Kollegen an das Verteidigungsministerium geschrieben und Gespräche über eine außergerichtliche Einigung angeregt, wie der Weser-Kurier am Wochenende berichtete. Sollte eine Einigung scheitern, wollen die Anwälte auf Schadenersatz wegen fehlerhaftem und grob fahrlässigem Verhalten der Bundeswehr klagen. Bei dem Angriff waren Anfang September laut NATO-Bericht zwischen 17 und 142 Menschen getötet oder verletzt worden. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg bewertete das Massaker als »militärisch angemessen«. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.11.2009, Seite 1, Inland

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