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Synagoge für Erfurt

Mit einem Festakt ist am Montag die Alte Synagoge in Erfurt eröffnet worden. Sie ist in den vergangenen zehn Jahren als Museum hergerichtet worden. Die Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, bezeichnete den Ort als »wichtigen Bestandteil historischer Aufklärung«. Ab heute können hier hebräische Handschriften, Silber- und Goldmünzen sowie Schmiedearbeiten besichtigt werden. Die um 1100 errichtete Synagoge ist die älteste bis zum Dach erhaltene Synagoge in Mitteleuropa. Nach einem Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung 1349 wurde sie zum Speicher umgebaut und diente 500 Jahre lang als Lager. Im 19. Jahrhundert wurde sie zum Tanzsaal umfunktioniert. »Dadurch geriet ihre eigentliche Nutzung in Vergessenheit – das war ihre Rettung«, sagte der Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) am Montag. Er meinte die Rettung vor den Nazis. Im vorletzten Jahr der DDR machte die Denkmalpflegerin Rosita Petersheim das einsturzgefährdete Gebäude als Synagoge kenntlich. Anfang der 90er ergaben genauere Untersuchungen, daß das Haus seit der Errichtung kaum verändert worden war. 1998 wurde es von der Stadt gekauft. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.10.2009, Seite 12, Feuilleton

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