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CDU: Stadtschloß sprengt Budget

Berlin. Nach einem Bericht der Berliner Zeitung vom Donnerstag schlagen Vertreter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion vor, den 552 Millionen Euro teuren »Wiederaufbau« des Berliner Stadtschlosses um vier Jahre zu verschieben. So könne nicht nur Geld gespart werden, zugleich ließe sich in der Öffentlichkeit verdeutlichen, »daß man in so einer Zeit kein Schloß baut«, zitiert das Blatt einen CDU-Haushaltsexperten.

Der Berliner SPD-Linke-Senat wies die Überlegungen zurück. »Wer das Schloß will, muß sofort anfangen«, sagte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) der Nachrichtenagentur ddp. Kulturstaatssekretär André Schmitz erklärte, Berlin stehe zum »Humboldt-Forum«, wie die Herrenhausattrappe in der »rot-roten« Sprachregelung heißt. »Es ist das kulturelle ›Grand Projet‹ Deutschlands«, eine Verschiebung wäre ein »Offenbarungseid«.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.10.2009, Seite 1, Inland

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