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Kik bespitzelte ­Mitarbeiter

Bönen. Der Textildiscounter Kik soll einem Bericht zufolge in den vergangenen eineinhalb Jahren rund 49000 Bonitätsauskünfte über Mitarbeiter eingeholt haben. Das berichtete Der Spiegel am Freitag unter Berufung auf ihm vorliegende Unterlagen. So heiße es in einem internen Schreiben, mit dem Datenabgleich könne Kik »jeden aktiven Mitarbeiter abfragen und somit auch bei langjährigen Mitarbeitern eventuelle negative Merkmale herausfinden«.

Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt seit Monaten gegen das Unternehmen wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Bundesdatenschutzgesetz. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.09.2009, Seite 4, Inland

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