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CDU-Politiker weiter von Neonazis bedroht

Berlin. Der aus Angola stammende thüringische CDU-Politiker Zeca Schall fühlt sich weiterhin von der NPD bedroht. »Ich bekomme noch immer anonyme Anrufe und Drohbriefe, mein Leben hat sich komplett verändert«, sagte er der Welt am Sonntag. Seine Nachbarn würden ihm aber helfen und zum Beispiel die Polizei rufen, wenn NPD-Mitglieder vor seiner Tür auftauchten. Zeca Schall war auf einem CDU-Plakat zu sehen gewesen. Die NPD bezeichnete ihn daraufhin als »CDU-Quotenneger« und verkündete, sie werde ihn dazu »animieren«, in sein Geburtsland zurückzukehren. Die CDU erstattete im August Anzeige wegen Volksverhetzung, die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.09.2009, Seite 15, Antifaschismus

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