-
09.09.2009
- → Schwerpunkt
Proteste: Raus aus Afghanistan
Das Netzwerk Friedenskooperative begrüßt die ersten mehr
als überfälligen Worte des Bedauerns der Kanzlerin
über die Opfer des von der Bundeswehr zu verantwortenden
Bombenangriffs und will die Bundesregierung bezüglich der
jetzt versprochenen »lückenlosen Aufklärung«
beim Wort nehmen. Nicht hinzunehmen sei dabei allerdings, daß
sich die Bundesregierung offenbar mit einer länger andauernden
Untersuchungsphase lediglich über den Zeitpunkt der
Bundestagswahl retten will, während die NATO bereits schon
jetzt auch offiziell eine Vielzahl ziviler Opfer
einräumte.
Die pauschale Diffamierung der u.a. aus UNO, EU und NATO geäußerten Kritik durch die Kanzlerin sei ein Armutszeugnis. »Ohne die vielstimmige Kritik wäre es ja nicht mal zu dieser Regierungserklärung gekommen«, betonte die Friedenskooperative am Dienstag.
Unvermeidliche Konsequenzen des Massakers vor Ort seien eine weitere Eskalation der Kampfhandlungen. »In der nächsten Zeit dürfte die Bundeswehr ausschließlich nur noch mit dem eigenen Schutz beschäftigt sein –der wäre in deutschen Kasernen leichter zu bewerkstelligen«, erklärte Netzwerk-Geschäftsführer Manfred Stenner.
Mit Mahnwachen und Kundgebungen protestieren Gruppen der Friedensbewegung am heutigen Mittwoch gegen das Massaker. Neben dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan wird die Forderung nach einem Rücktritt von Wehrminister Franz Josef Jung (CDU) bekräftigt.
Berlin, Brandenburger Tor, 18 Uhr
Bonn, Friedensplatz, 17 Uhr
Bremen, Marktplatz, 17 Uhr
Frankenberg, Wettiner Kaserne, 16 Uhr
Frankfurt am Main, Katharinenkirche, Hauptwache, 18 Uhr
Hamburg, Ida-Ehre-Platz, Mönckebergstraße, ab 17.30 Uhr
Heilbronn, Kiliansplatz, ab 17.30 Uhr
Kassel, Opernplatz, 17 Uhr
Mainz, Leichhof, 16–20 Uhr
München, Odeonplatz, 17.30 Uhr
Oldenburg, Brunneneck (Ecke Achternstr./Langestr.), 15 Uhr
Die pauschale Diffamierung der u.a. aus UNO, EU und NATO geäußerten Kritik durch die Kanzlerin sei ein Armutszeugnis. »Ohne die vielstimmige Kritik wäre es ja nicht mal zu dieser Regierungserklärung gekommen«, betonte die Friedenskooperative am Dienstag.
Unvermeidliche Konsequenzen des Massakers vor Ort seien eine weitere Eskalation der Kampfhandlungen. »In der nächsten Zeit dürfte die Bundeswehr ausschließlich nur noch mit dem eigenen Schutz beschäftigt sein –der wäre in deutschen Kasernen leichter zu bewerkstelligen«, erklärte Netzwerk-Geschäftsführer Manfred Stenner.
Mit Mahnwachen und Kundgebungen protestieren Gruppen der Friedensbewegung am heutigen Mittwoch gegen das Massaker. Neben dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan wird die Forderung nach einem Rücktritt von Wehrminister Franz Josef Jung (CDU) bekräftigt.
Berlin, Brandenburger Tor, 18 Uhr
Anzeige
Bonn, Friedensplatz, 17 Uhr
Bremen, Marktplatz, 17 Uhr
Frankenberg, Wettiner Kaserne, 16 Uhr
Frankfurt am Main, Katharinenkirche, Hauptwache, 18 Uhr
Hamburg, Ida-Ehre-Platz, Mönckebergstraße, ab 17.30 Uhr
Heilbronn, Kiliansplatz, ab 17.30 Uhr
Kassel, Opernplatz, 17 Uhr
Mainz, Leichhof, 16–20 Uhr
München, Odeonplatz, 17.30 Uhr
Oldenburg, Brunneneck (Ecke Achternstr./Langestr.), 15 Uhr
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Schwerpunkt
