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CSU sieht »geistige Windstille« bei FDP

Berlin. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt hat den Streit zwischen Union und FDP um die Postenaufteilung im Fall eines schwarz-gelben Wahlsiegs weiter angeheizt. »Die FDP ist eine Partei ohne Köpfe und ohne Konzept«, sagte Dobrindt am Freitag Spiegel online. Die Idee von FDP-Vize Rainer Brüderle, sämtliche Subventionen um 20 Prozent zu kürzen, wies Dobrindt mit Nachdruck zurück. »Das Wirtschaftskonzept der Liberalen paßt auf eine Seite, denn es besteht nur aus Flat-Tax und pauschalen Subventionskürzungen.« Dies seien »Ideen von vorgestern« und zeuge von »geistiger Windstille«.

Der CSU-Generalsekretär kritisierte die FDP auch wegen ihrer Haltung in der aktuellen Diskussion um Sonderzahlungen für Manager. »Daß sich jetzt Bankmanager wieder Boni genehmigen, obwohl ihre Bank noch Verluste schreibt oder von Staatshilfe lebt, scheint für die FDP völlig in Ordnung zu sein«, so Dobrindt. »Da scheint das alte marktliberale Denken noch zu sehr in den Köpfen zu sein.« (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.08.2009, Seite 5, Inland

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