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Deutsch-türkische Geheimdienstposse

Hamburg. Ein möglicher V-Mann des türkischen Geheimdienstes soll geheime Ermittlungsinformationen aus Deutschland an islamistische Terrorverdächtige weitergegeben haben. Das berichtete das Magazin Der Spiegel. Einer der Angeklagten im Sauerland-Prozeß, Attila S., hatte ausgesagt, der untergetauchte Mevlüt K. habe nicht nur der deutschen Gruppe um Fritz G. in Istanbul Zünder für einen geplanten Anschlag übergeben, sondern schon früh in Kontakt mit dem türkischen Geheimdienst gestanden. K. habe unter anderem die Namen von mehreren Personen aus dem Umfeld der Sauerlandgruppe gekannt, die in einem an die türkischen Behörden übermittelten vertraulichen Dossier des Bundes­kriminalamts gestanden hatten.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.08.2009, Seite 1, Inland

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