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28.07.2009
- → Ausland
US-Besatzer: Opferzahlen tabu
Kabul. Die US-Streitkräfte in Afghanistan werden künftig
keine Angaben zur Zahl getöteter Aufständischer mehr
machen. Dies lenke nur vom eigentlichen Ziel ab, »die
afghanische Bevölkerung zu schützen«, sagte
Militärsprecher Greg Julian am Montag. Die Zahl getöteter
mutmaßlicher Rebellen und Taliban-Kämpfer war zuletzt zu
einem Gradmesser des Krieges am Hindukusch geworden.
Die Entscheidung, die Opferzahlen nicht mehr zu veröffentlichen, geht laut Sprecher Julian auf den neuen Oberkommandierenden der US-Streitkräfte in Afghanistan zurück, General Stanley McChristal. Im vergangenen Jahr wurden nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP etwa 3800 Aufständische getötet. In diesem Jahr waren es bislang 2310. (AP/jW)
Die Entscheidung, die Opferzahlen nicht mehr zu veröffentlichen, geht laut Sprecher Julian auf den neuen Oberkommandierenden der US-Streitkräfte in Afghanistan zurück, General Stanley McChristal. Im vergangenen Jahr wurden nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP etwa 3800 Aufständische getötet. In diesem Jahr waren es bislang 2310. (AP/jW)
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