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US-Besatzer: Opferzahlen tabu

Kabul. Die US-Streitkräfte in Afghanistan werden künftig keine Angaben zur Zahl getöteter Aufständischer mehr machen. Dies lenke nur vom eigentlichen Ziel ab, »die afghanische Bevölkerung zu schützen«, sagte Militärsprecher Greg Julian am Montag. Die Zahl getöteter mutmaßlicher Rebellen und Taliban-Kämpfer war zuletzt zu einem Gradmesser des Krieges am Hindukusch geworden.

Die Entscheidung, die Opferzahlen nicht mehr zu veröffentlichen, geht laut Sprecher Julian auf den neuen Oberkommandierenden der US-Streitkräfte in Afghanistan zurück, General Stanley McChristal. Im vergangenen Jahr wurden nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP etwa 3800 Aufständische getötet. In diesem Jahr waren es bislang 2310. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.07.2009, Seite 1, Ausland

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