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Sonia Sotomayor verteidigt sich

Washington. Die für den Obersten Gerichtshof der USA nominierte Sonia Sotomayor hat am Dienstag den Vorwurf rassistischer Voreingenommenheit zurückgewiesen. Eine von Rechten und Konservativen heftig kritisierte Bemerkung von ihr aus dem Jahr 2001 sei lediglich eine mißglückte Formulierung gewesen, sagte Sotomayor vor dem Justizausschuß des Senats. Die Juristin puoertoricanischer Herkunft hatte damals gesagt, eine »kluge Latina« werde in der Regel bessere Schlußfolgerungen ziehen als ein männlicher Weißer ohne ähnliche Erfahrungen.

Präsident Barack Obama hatte die 55jährige Ende Mai für den neunköpfigen Supreme Court nominiert. Ihre Bestätigung im Senat gilt als Formsache, da die Demokratische Partei dort über eine deutliche Mehrheit verfügt. Sotomayor wäre das erste Mitglied des Gerichts aus der »hispanischen« Bevölkerungsgruppe. Sie soll die Nachfolge von David Souter antreten, der sein Amt nach 19 Jahren abgibt.
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Sotomayor wuchs als Tochter einer verwitweten Immigrantin aus Puerto Rico in einer Sozialwohnung im New Yorker Armenstadtteil Bronx auf. ­Obama will mit ihrer Nominierung den linksliberalen Flügel des Gerichts stärken, dessen Grundrichtung sich durch die Benennung zweier sehr konservativer Richter unter George W. Bush nach rechts verschoben hatte. Der Supreme Court hat enormen politischen Einfluß. Gesellschaftspolitische Grundsatzentscheidungen wie die Gleichberechtigung von Schwarzen oder die Legalisierung der Abtreibung wurden von den auf Lebenszeit ernannten Richtern am Obersten Gericht getroffen und nicht von gewählten Parlamentariern.

(AP/AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.07.2009, Seite 15, Feminismus

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