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Abschied von »Ulysses«

Die Raumfahrtagenturen NASA und ESA haben am Dienstag das letzte Signal zur Sonnensonde »Ulysses« gesendet. Nachdem sie in über 18 Jahren mehr als neun Milliarden Kilometer geflogen ist, soll die Sonde nun in den eisigen Tiefen des Weltalls verschwinden. Zweieinhalbmal umkreiste der 380 Kilogramm schwere Satellit in großem Abstand das Zentralgestirn. »›Ulysses‹ hat uns mehr über die Sonne gelehrt, als wir je erwartet haben«, erklärte Richard Marsden von der europäischen Raumfahrtbehörde ESA. So beeinflußt das Magnetfeld des Sterns das Sonnensystem stärker als gedacht. Die Geschwindigkeit des Sonnenwindes – ein konstanter Partikelstrom – ist meist doppelt so hoch wie vor den Daten der »Ulysses« angenommen. Und schließlich lieferte die Sonde, indem sie Heliumisotope analysierte, deren Entstehung Milliarden von Jahren auseinanderlag, wichtige Belege für Theorien über den Urknall. »Ulysses« war im Oktober 1990 vom Space ­Shuttle »Discovery« ins Weltall gebracht worden.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.07.2009, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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