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Erntehelfer wie Sklaven beschäftigt

Strasbourg. Die Behörden im Elsaß haben Ermittlungen gegen einen Deutschen eingeleitet, der Erntehelferinnen aus Rumänien und Polen zu sklavenähnlichen Bedingungen beschäftigt haben soll. Wie die Gendarmerie am Freitag mitteilte, wurde der Mann am Vortag verhört. Nach Angaben der Gewerkschaft CGT ernten die rund 60 Frauen bei Brumath westlich von Strasbourg Erdbeeren und Spargel und erhalten 20 Cent pro Kilo. Damit kommen sie bei weitem nicht auf den in Frankreich vorgeschriebenen Mindestlohn von 8,71 Euro pro Stunde. Einige der Frauen hätten es in zehn Tagen nur auf sechs Euro gebracht. Untergebracht seien die Erntehelferinnen auf einem eingezäunten, schlammigen Gelände in Fertighäusern, die »wie Käfige aussehen«.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.05.2009, Seite 7, Ausland

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