Zum Inhalt der Seite

Time Warner will AOL loswerden

New York. Eine der letzten noch bestehenden großen Irrungen der sogenannten Dotcom-Blase Ende der 90er Jahre soll nun korrigiert werden. Der US-Medienkonzern Time Warner will sich wieder von seiner Internetsparte AOL (America Online) trennen. Die Time-Warner-Führung habe entsprechende Pläne genehmigt, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Diese lang­erwartete Trennung soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden.

AOL und Time Warner hatten sich 2001 unter Führung AOLs zum größten Medienunternehmen der USA zusammengeschlossen. Der Deal hatte damals ein Volumen von mehr als 100 Milliarden Dollar – nicht zuletzt wegen des völlig überhöhten Börsenwertes von AOL. Die Unternehmen hatten sich einen machtvollen Zusammenschluß erhofft – doch statt dessen wurden große Verluste produziert. (AP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 29.05.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!