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04.05.2009
- → Feuilleton
Fred Delmare gestorben
Der Schauspieler Fred Delmare ist am 1. Mai im Alter von 87 Jahren
in einem Leipziger Krankenhaus an einer Lungenentzündung
gestorben. Das teilte die Leipziger Volkszeitung am Sonntag unter
Berufung auf die Ehefrau mit. Der Thüringer, der »Nackt
unter Wölfen« (1963) als seinen wichtigsten Film
verstand (er spielt darin einen Häftling im KZ Buchenwald),
war seit Anfang 2006 in einem Pflegeheim untergebracht. Seit
einigen Jahren litt er an Alzheimer. Er ist in vielen tollen Filmen
aus der DDR zu sehen, darunter »Ernst Thälmann –
Führer seiner Klasse«, »Karbid und
Sauerampfer«, »Denk bloß nicht, ich heule«,
»Jeder stirbt für sich allein« oder »Die
Gerechten von Kummerow«. Geboren wurde Delmare 1922 als
Werner Vorndran in Hüttensteinach, einem Vorort von Sonneberg
in Thüringen. Er begann als Jugendlicher an einer
Bauernbühne, besuchte später die Schauspielschule des
Berliner Hebbel-Theaters. Nach dem Mauerfall tauchte er in der
»Lindenstraße« auf, in »Leinen los für
MS Königstein« und in der Rentner-Komödie
»Matulla und Busch«. Die meisten dürften ihn heute
als Friedrich Steinbach aus der Krankenhaus-Serie »In aller
Freundschaft« kennen (dort spielte er 1999 bis Anfang 2006).
Die Urnenbeisetzung soll Ende Mai im Familienkreis
stattfinden.(AP/jW)
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