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Fred Delmare gestorben

Der Schauspieler Fred Delmare ist am 1. Mai im Alter von 87 Jahren in einem Leipziger Krankenhaus an einer Lungenentzündung gestorben. Das teilte die Leipziger Volkszeitung am Sonntag unter Berufung auf die Ehefrau mit. Der Thüringer, der »Nackt unter Wölfen« (1963) als seinen wichtigsten Film verstand (er spielt darin einen Häftling im KZ Buchenwald), war seit Anfang 2006 in einem Pflegeheim untergebracht. Seit einigen Jahren litt er an Alzheimer. Er ist in vielen tollen Filmen aus der DDR zu sehen, darunter »Ernst Thälmann – Führer seiner Klasse«, »Karbid und Sauerampfer«, »Denk bloß nicht, ich heule«, »Jeder stirbt für sich allein« oder »Die Gerechten von Kummerow«. Geboren wurde Delmare 1922 als Werner Vorndran in Hüttensteinach, einem Vorort von Sonneberg in Thüringen. Er begann als Jugendlicher an einer Bauernbühne, besuchte später die Schauspielschule des Berliner Hebbel-Theaters. Nach dem Mauerfall tauchte er in der »Lindenstraße« auf, in »Leinen los für MS Königstein« und in der Rentner-Komödie »Matulla und Busch«. Die meisten dürften ihn heute als Friedrich Steinbach aus der Krankenhaus-Serie »In aller Freundschaft« kennen (dort spielte er 1999 bis Anfang 2006). Die Urnenbeisetzung soll Ende Mai im Familienkreis stattfinden.(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.05.2009, Seite 13, Feuilleton

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