Zum Inhalt der Seite

Regierung in der Türkei umgebildet

Ankara. Zum ersten Mal in seiner sechsjährigen Regierungszeit hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Freitag sein Kabinett grundlegend umgebildet. Mit dem Revirement holte sich Erdogan enge Berater in die Regierung; acht bisherige Minister schieden aus. Die Türkei erhält unter anderem einen neuen Außenminister, den Erdogan-Vertrauten Ahmet Davutoglu. Dieser gilt als Verfechter einer »multi-dimensionalen« Politik, die neben dem türkischen EU-Streben auch mehr Engagement im Nahen Osten und im Kaukasus sowie enge Beziehungen zu den USA vorsieht. Über die Kabinettsumbildung war seit den Kommunalwahlen Ende März spekuliert worden, bei denen Erdogans Regierungspartei AKP mit 39 Prozent der Stimmen eines ihrer bisher schlechtesten Ergebnisse eingefahren hatte. (AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 04.05.2009, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!