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Regierung in der Türkei umgebildet
Ankara. Zum ersten Mal in seiner sechsjährigen Regierungszeit
hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan
am Freitag sein Kabinett grundlegend umgebildet. Mit dem Revirement
holte sich Erdogan enge Berater in die Regierung; acht bisherige
Minister schieden aus. Die Türkei erhält unter anderem
einen neuen Außenminister, den Erdogan-Vertrauten Ahmet
Davutoglu. Dieser gilt als Verfechter einer
»multi-dimensionalen« Politik, die neben dem
türkischen EU-Streben auch mehr Engagement im Nahen Osten und
im Kaukasus sowie enge Beziehungen zu den USA vorsieht. Über
die Kabinettsumbildung war seit den Kommunalwahlen Ende März
spekuliert worden, bei denen Erdogans Regierungspartei AKP mit 39
Prozent der Stimmen eines ihrer bisher schlechtesten Ergebnisse
eingefahren hatte. (AFP/jW)
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