Zum Inhalt der Seite

Kambodscha: Geständnis des Chef-Folterers

Phnom Penh. In Kambodscha hat der Chef-Folterer der Roten Khmer vor Gericht die Rekrutierung junger Bauern für Morde und Mißhandlungen gestanden. Wenn neues Personal für das Gefängnis M-13 gebraucht worden sei, habe er seinen Stellvertreter in die Dörfer geschickt, um Bauern anzuheuern, sagte der 66jährige Duch am Mittwoch vor einem Sondertribunal in der Hauptstadt Phnom Penh. Die jungen Leute seien aufgefordert worden, »revolutionäre Arbeit« zu verrichten, erklärte Duch, der das geheime Dschungelgefängnis von 1971 bis 1975 leitete. »Und was war zu jener Zeit revolutionäre Arbeit? Das war das Töten.«

(AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 09.04.2009, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!