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25.03.2009
- → Inland
Neonazimordprozeß: Urteil verzögert sich
Neuruppin. Durchn einen Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden
Richter verzögert sich das Urteil im Prozeß gegen zwei
Neonazis wegen Mordes an einem Obdachlosen in Brandenburg. Die
Verhandlung vor dem Landgericht Neuruppin wurde am Dienstag
vertagt. Eigentlich waren die Plädoyers und die
Verkündung des Urteils geplant, aber die Verteidiger stellten
weitere Beweisanträge. Ein Rechtsanwalt erklärte, er
halte den Richter für befangen, weil dieser seine Anträge
als unqualifiziert bezeichnet und abgelehnt habe. Der Vorsitzende
Richter kritisierte während der Verhandlung die
Ermittlungsarbeit: Die Staatsanwaltschaft habe nicht alle Spuren
ausgewertet. In dem Verfahren sind zwei 19 und 22 Jahre alte
Männer angeklagt, den 55jährigen Arbeitslosen Bernd K. im
Juli 2008 in Templin zunächst brutal mißhandelt und ihm
dann gegen den Kopf getreten zu haben. Das Motiv sehen die
Ermittler in der rechtsextremistischen Gesinnung der
Angeklagten.
(AP/jW)
(AP/jW)
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