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23.03.2009
- → Inland
Berlin auf Distanz zu US-Plänen
Berlin. Zwei Wochen vor dem NATO-Gipfel ist das
Bundesverteidigungsministerium auf Distanz zu US-Plänen
gegangen, die afghanischen Sicherheitskräfte massiv
aufzustocken. »Wir müssen Afghanistan zunehmend den
Afghanen überlassen und kleinere Brötchen backen«,
sagte der Parlamentarische Staatssekretär Christian Schmidt
(CSU) der Bild am Sonntag. »Wir müssen uns aber davon
verabschieden, daß wir dort nation-building betreiben und
unsere Strukturen eins zu eins übertragen können«,
betonte er. Mit Blick auf den Vorschlag der US-Regierung, die Zahl
der afghanischen Sicherheitskräfte massiv aufzustocken, sagte
Schmidt, »manche« hätten den neuen Begriff der
Vernetzung von militärischem und zivilem Vorgehen »nicht
weit genug verstanden«.
Der US-Sondergesandte für Afghanistan und Pakistan, Richard Holbrooke, will am heutigen Montag in Brüssel NATO und EU über den bisherigen Stand der US-Planungen informieren. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) sagte dem Tagesspiegel vom Sonntag, er rechne nicht damit, daß die USA auf dem NATO-Gipfel von Deutschland eine weitere Truppenverstärkung fordern werden.
Am Wochenende kamen in Afghanistan erneut mindestens elf Menschen bei Anschlägen ums Leben.
(AFP/jW)
Der US-Sondergesandte für Afghanistan und Pakistan, Richard Holbrooke, will am heutigen Montag in Brüssel NATO und EU über den bisherigen Stand der US-Planungen informieren. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) sagte dem Tagesspiegel vom Sonntag, er rechne nicht damit, daß die USA auf dem NATO-Gipfel von Deutschland eine weitere Truppenverstärkung fordern werden.
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Am Wochenende kamen in Afghanistan erneut mindestens elf Menschen bei Anschlägen ums Leben.
(AFP/jW)
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