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13.03.2009
- → Inland
Conti-Betriebsrat sieht sich betrogen
Hannover. Der Betriebsrat des Autozulieferers Continental
erwägt rechtliche Schritte gegen die Schließung des
Lkw-Reifenwerks in Hannover. Noch im Dezember habe man sich mit der
Geschäftsleitung auf den Ausschluß betriebsbedingter
Kündigungen und auf finanzielle Zugeständnisse der 780
Beschäftigten des Werks verständigt, erklärte am
Donnerstag der Betriebsratsvorsitzende des Werks, Wilfried
Hilverkus. In der gemeinsamen Erklärung habe Conti mit dem
Betriebsrat vereinbart, die Absatzkrise bei Lkw-Reifen durch
Kurzarbeit und Arbeitszeitverkürzungen bei Lohnverzicht zu
überbrücken. »Die Beschäftigten haben bereits
auf rund 500 Euro pro Monat verzichtet«, so Hilverkus. Umso
größer sei jetzt die Enttäuschung und
Empörung: »Wir fühlen uns betrogen«. Am
kommenden Dienstag wolle man auf einer Betriebsversammlung das
weitere Vorgehen beraten. (AP/jW)
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