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Erzwingungsstreik bei Rentenversicherung

Berlin/Bochum. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) verschärft den Arbeitskampf bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) und ruft rund 2000 Ärzte zu einem Erzwingungsstreik auf. »Von der bisherigen Taktik der Nadelstiche wird jetzt auf einen Vollstreik ohne Ausnahmen umgestellt. Die erschreckende Hartleibigkeit der Arbeitgeber muß mit bedingungslosen Ärztestreiks bekämpft werden«, erklärte der Vizechef des Marburger Bundes, Andreas Botzlar, am Donnerstag. In der kommenden Woche sollen alle Ärzte in den Verwaltungen und den rund 100 Reha-Kliniken ihre Arbeit niederlegen. Zudem findet am 19. März in Bochum eine bundesweite Streikdemonstration statt. Bisher verweigert die DRV Verhandlungen über einen Ärztetarifvertrag. Nach Angaben des MB würden Ärzte in anderen Institutionen und Privatkliniken bis zu 27 Prozent mehr verdienen. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.03.2009, Seite 5, Inland

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