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20.02.2009
- → Ausland
Menschenrechtsgericht rügt britisches Gesetz
Strasbourg. Der jordanische Prediger Abu Katada und zehn andere
mutmaßliche Unterstützer des Al-Qaida-Netzwerks haben
vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte einen
Sieg errungen. Die Strasbourger Richter rügten am Donnerstag
die Inhaftierung der Männer aufgrund eines britischen
Antiterrorgesetzes vom Dezember 2001 als rechtswidrig und
diskriminierend. Zugleich wiesen sie London an, Katada 2800 Euro
Entschädigung zu zahlen. Die zehn anderen Kläger sollen
jeweils zwischen 1700 und 3900 Euro erhalten. Dem Gesetz zufolge
können Ausländer im Gegensatz zu britischen
Terrorverdächtigten ohne Gerichtsbeschluß in Haft
genommen werden.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
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