Zum Inhalt der Seite

Ein Koffer Heinrich Mann

Die Berliner Akademie der Künste wird heute unbekannte Dokumente aus dem Nachlaß von Heinrich Mann präsentieren. Die Manuskripte, Briefe und persönlichen Dokumente wurden mehr als 50 Jahre nach dem Tod des Schriftstellers in einem Koffer in Prag gefunden. Sie schließen nach Angaben der Akademie, die das Heinrich-Mann-Archiv verwaltet, erhebliche Lücken in der Forschung.

Im einzelnen handelt es sich um zwei Manuskripte, 16 von Heinrich Mann verfaßte Briefe und 91 an ihn gerichtete Briefe sowie persönliche Dokumente und Fotos. Für am bedeutendsten hält die Akademie 48 Briefe des französischen Germanisten Félix Bertaux an Heinrich Mann aus den Jahren 1922 bis 1928. Damit werde die Dokumentation des wohl wichtigsten geistigen Austausches, den Mann über 26 Jahre hinweg führte, erweitert. Außerdem seien neun lange Briefe Manns an seine Mutter Julia aus den Jahren 1906 bis 1909 hervorzuheben. Archivdirektor Wolfgang Trautwein wird ab 20 Uhr davon berichten, wie der Koffer von Prag nach Berlin kam. Der Schauspieler Dieter Mann wird aus den Briefen lesen. Anschließend können einige Fundstücke besichtigt werden. Ab Donnerstag sind sie in einer Ausstellung zu sehen. (ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 17.02.2009, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!