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Doping: Für Amnestie

Berlin. Der SPD-Politiker und Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, Peter Danckert, hat seine Forderung nach einer Doping-Amnestie unterstrichen. Bei der Vorstellung seines Buches »Kraftmaschine Parlament«, das sich mit seiner sportpolitischen Arbeit befaßt, meinte Danckert in Berlin: »Wenn wir einen überfälligen Neustart wollen, müssen wir die Vergangenheit aufarbeiten. Und wie können wir Menschen dazu bewegen, sich zu offenbaren, wenn sie gleich danach bestraft werden?« 20 Jahre nach der sogenannten Wende sei es Zeit für einen »Schlußstrich«, auch wenn er sich gegen das Wort eigentlich sträube. »Wir brauchen eine Amnestie im untechnischen Sinne«, erklärte Danckert, der damit auch Dopingvergehen im Westen im Blick hat. Der Vorsitzende der Sporthilfe, Werner E. Klatten, kritisierte den Deutschen Olympischen Sportbund (DSOB) für dessen »Ehrenerklärung«, die dieser ehemaligen DDR-Trainern abverlangte, als »Formelerklärung«: »Diese kann nicht ziehen. Denn wir können nicht erwarten, daß Menschen ihre eigenen Todesurteile unterschreiben«, sagte Klatten. Der DOSB wies die Kritik am Nachmittag umgehend zurück. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.02.2009, Seite 16, Sport

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