-
29.01.2009
- → Feuilleton
Orchester gutwillig
Die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) hat dem Deutschen Bühnenverein (DBV) ein neues Tarifangebot unterbreitet. Dadurch solle der Tarifkonflikt der deutschen Kommunal- und Staatsorchester beigelegt werden, teilte DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens am Mittwoch in Berlin mit. »Mit unserem Tarifangebot beweisen wir unseren guten Willen zur Umsetzung der bereits ausgehandelten Zugeständnisse der Musiker«, sagte Mertens. Dazu gehöre die Flexibilisierung der Arbeitszeit, die Abschaffung des Urlaubsgeldes und die Übernahme zahlreicher weiterer Veränderungen aus dem Tarifrecht des öffentlichen Dienstes. Die DOV käme damit den »vielfältigen Forderungen der Arbeitgeberseite« entgegen. Die Klangkörper protestieren seit Monaten gegen die Forderung des DBV, die bisherige Ankopplung der Orchester an den öffentlichen Dienst einzuschränken. Der Gesamtabschluß eines Orchestertarifvertrages ist der DOV zufolge nur dann möglich, wenn das Abkommen keinen Musiker von Tariferhöhungen ausnimmt. Ende letzten Jahres waren in mehreren deutschen Städten Vorstellungen an Opern und Theatern aufgrund von Orchesterstreiks ausgefallen. (ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton