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Ukraine sieht sich als Sieger im Gasstreit

Kiew/Essen. Russisches Gas hat am Mittwoch durch ukrainische Leitungen wieder Staaten in Mittel- und Osteuropa, darunter der BRD, erreicht. Ein Sprecher des deutschen Importeurs E.on-Ruhrgas teilte in Essen mit, am Übergabepunkt in Bayern kämen wieder die Mengen an, die bestellt worden seien. Rußland hatte am Dienstag morgen damit begonnen, erneut Gas in die Pipelines zu pumpen. Einige Stunden später kam das Gas in der Slowakei, in Bulgarien und Moldawien an. Weiter im Westen erreichte es neben Deutschland auch Tschechien, Slowenien, Kroatien und Österreich. Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko erklärte ihr Land unterdessen zum Sieger in dem zweiwöchigen Streit mit Rußland. Ihre Regierung habe »großartige Bedingungen« in Moskau ausgehandelt, sagte sie auf einer Kabinettssitzung in Kiew. Die Ukraine muß im ersten Quartal doppelt soviel für russisches Gas bezahlen wie vor dem Streit. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.01.2009, Seite 1, Ausland

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