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Tarifvertrag zum Verwaltungsabbau

Potsdam. Brandenburgische Landesregierung und Gewerkschaften wollen am heutigen Mittwoch einen Tarifvertrag zum Umbau der Verwaltung unterzeichnen. Das kündigte das Finanzministerium am Dienstag in Potsdam an. In der Landesverwaltung sollen bis Ende 2012 rund 6700 der derzeit 54500 Stellen abgebaut werden. Im Jahr 2019 will das Land vor dem Hintergrund der negativen demographischen Entwicklung und zurückgehender Einnahmen nur noch 40000 Mitarbeiter beschäftigen. Um die Verwaltung entsprechend neu aufzustellen, verlangt das Land von den Beschäftigten den Angaben zufolge »volle Flexibilität hinsichtlich Tätigkeit und Einsatzort«. Im Gegenzug werde den Mitarbeitern neben Vergünstigungen ein Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen gewährt. Schwerpunkt des Tarifvertrags sind Angebote zur Weiterbildung und Qualifizierung. Für Qualifizierungen werden Mitarbeiter bis zu zwölf Monate freigestellt. Das Land zahlt das Gehalt weiter und kommt für die Qualifizierung auf. Wer allerdings Angebote zur Weiterbildung und Qualifizierung ausschlägt, muß mit einer betriebsbedingten Kündigung rechnen.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.01.2009, Seite 5, Inland

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