Zum Inhalt der Seite

Piratenüberfälle auf Rekordhöhe

Kuala Lumpur/Kopenhagen. Die Zahl der Piratenüberfälle auf hoher See hat im vergangenen Jahr Rekordhöhe erreicht. Vor allem die Schiffsentführungen vor Somalia, wo die Piraten besser bewaffnet und organisierter seien, hätten die Zahl in die Höhe getrieben, teilte das Internationale Maritime Büro (IMB) in Kuala Lumpur am Freitag mit. Weltweit wurden 2008 insgesamt 49 Schiffe gekapert, 46 weitere wurden angegriffen. 889 Seeleute wurden als Geisel genommen, elf wurden getötet, und 21 gelten als vermißt. Die Statistik für 2008 übertreffe alle Zahlen seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1991, sagte der Chef der Behörde.

Wie am Freitag in Kopenhagen mitgeteilt wurde, haben Piraten nach einer Lösegeldzahlung einen Anfang November vor Somalia gekaperten dänischen Frachter wieder freigegeben. Per Gullestrup, Chef von Clipper Projects, machte keine Angaben zur Höhe des Lösegelds, sagte jedoch, die meisten Schiffe kämen gegen ein Lösegeld von ein oder zwei Millionen Dollar (775000 bis 1,5 Millionen Euro) frei.


(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 17.01.2009, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!