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Bundestag beschließt Piratenjagd vor Afrika

Berlin. Die deutsche Kriegsmarine darf jetzt Piraten jagen. Mit großer Mehrheit stimmte der Bundestag am Freitag einem weiteren »Out-of-Area«-Einsatz des Militärs zu. Im Rahmen der EU-Mission »Atalanta« sollen BRD-Kanonenboote gegen Seeräuberei am Horn von Afrika vorgehen. In namentlicher Abstimmung votierten die Mitglieder der Fraktion Die Linke und Teile der Grünen gegen das Mandat. Dieses gilt bis 15. Dezember 2009. Für die Aktion sind bis zu 45 Millionen Euro eingeplant.

Vorgesehen ist die Entsendung einer Fregatte und von bis zu 1400 Soldaten. Vor der Küste Somalias sollen sie laut Mandat Schiffe des Welternährungsprogramms und gegebenenfalls der zivilen Seefahrt schützen. Die Fregatte »Karlsruhe« befindet sich bereits im »Einsatzgebiet«. Bei Bedarf kann auch die schon in der Region operierende »Antiterror«-Fregatte »Mecklenburg-Vorpommern« einbezogen werden.(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.12.2008, Seite 1, Inland

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