-
13.12.2008
- → Ausland
Menezes’ Todesursache gilt nun als »unklar«
London. Mehr als drei Jahre nach der »irrtümlichen« Erschießung eines Brasilianers in der Londoner U-Bahn ist die britische Polizei nicht vom Vorwurf einer Fehlentscheidung freigesprochen worden. Ein Geschworenengericht konnte sich nicht auf eine Entscheidung einigen und erklärte am Freitag, die Todesursache des 27jährigen sei unklar. Der Untersuchungsrichter hatte die Jury zuvor darauf hingewiesen, sie könne entweder auf eine Tötung im Einklang mit den Gesetzen entscheiden oder die Todesursache offenlassen. Die Familie des Brasilianers hat die Untersuchung in London als Schönfärberei kritisiert.
Charles de Menezes wurde zwei Wochen nach den Anschlägen auf den Londoner Nahverkehr im Juli 2005 in einer U-Bahn-Station aus kurzer Distanz mit sieben Schüssen in den Kopf getötet. Die Polizei hatte erklärt, er habe anscheinend zu fliehen versucht. (AP/jW)
Charles de Menezes wurde zwei Wochen nach den Anschlägen auf den Londoner Nahverkehr im Juli 2005 in einer U-Bahn-Station aus kurzer Distanz mit sieben Schüssen in den Kopf getötet. Die Polizei hatte erklärt, er habe anscheinend zu fliehen versucht. (AP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland
