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Kliniksterben geht weiter

Berlin. Es gibt immer weniger Krankenhäuser in Deutschland. Zwischen 1991 und 2007 sei die Zahl um 13 Prozent auf 2087 Kliniken reduziert worden, sagte der Vizepräsident des Statistischen Bundesamtes, Peter Weigl, am Mittwoch in Berlin. Damit sei jedes achte Krankenhaus geschlossen worden oder in einer Fusion mit einem anderen Haus aufgegangen. Laut Statistik würde jedes vierte Klinikbett abgebaut. Auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von Patienten ging deutlich zurück und hat inzwischen mit 8,3 Tagen einen Tiefststand erreicht. 1991 seien es noch 14 Tage gewesen, so Weigl. Im gleichen Zeitraum ging die durchschnittliche Bettenauslastung von 84 auf 77 Prozent zurück.

Die Zahl der privaten Krankenhäuser nahm seit Anfang der 90er Jahre deutlich zu. Ihr Anteil an allen Kliniken verdoppelte sich seitdem auf 30 Prozent. Ende 2007 waren laut Statistik rund 1,1 Millionen Menschen in Krankenhäusern beschäftigt, davon 39 Prozent auf Teilzeit- oder geringfügiger Basis. 1991 waren es nur 24 Prozent. Die Statistiker gehen davon aus, daß in den kommenden Jahren weitere Kliniken geschlossen würden. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.12.2008, Seite 4, Inland

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