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Gewerkschaft greift Banken an

Leipzig. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat Banken und Kreditkarten-Unternehmen aufgefordert, ihre Schutzmaßnahmen im Sinne der Kunden »zu verstärken, statt sie aus Kosten- und Gewinninteressen eher zu durchlöchern«. Vor dem Hintergrund immer neuer Datenskandale erklärte GdP-Chef Konrad Freiberg gegenüber der Leipziger Volkszeitung (Dienstagausgabe): »Weil viele dieser Unternehmen möglichst schnell und viel Umsatz machen wollen, nehmen sie den Mißbrauch billigend in Kauf.« Es sollten nicht immer alle nach schärferen Gesetzen rufen. »Viel wichtiger ist, daß die Wirtschaft ihre Kontrollpflicht ernst nimmt.«

Konkret forderte Freiberg »einen besseren Schutz der Geldautomaten vor betrügerischen Angriffen, die Ausgabe von Kreditkarten nur noch mit dem Lichtbild des Eigentümers und verläßliche Sperren für Kontenverbindungsdaten insbesondere imLastschriftverfahren, die ohne Unterschrift oder Geheimnummer erfolgen«. Sicherheitsbehörden stellten seit geraumer Zeit eine zunehmende Verlagerung der Kriminalität ins Internet fest, »weil es die Wirtschaft dort den Betrügern besonders leicht macht«. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.12.2008, Seite 5, Inland

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