Zum Inhalt der Seite

Informationsbüro für Atommüllkippe

Berlin. Das Bundesumweltministerium richtet im niedersächsischen Remlingen in unmittelbarer Nähe zum Atommüllager Asse eine Informationsstelle für Anwohner ein. Dort werde laufend über die Arbeiten zur Schließung der Schachtanlage informiert, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) am Sonntag in Berlin. Die Infostelle werde vom Bundesamt für Strahlenschutz betreut, das ab Januar Betreiber der Anlage ist. Außerdem werde ein mobiles Informationszentrum zu Asse eingerichtet, das in der Region unterwegs sein werde. Das Bundesamt für Strahlenschutz übernimmt den Betrieb des Atommüllagers vom Helmholtz Zentrum München. Damit sollen die Voraussetzungen für eine zügige Stillegung der Schachtanlage geschaffen werden. Im Forschungsbergwerk Asse lagern mehr als 125000 Fässer mit leicht- und mittelradioaktivem Atommüll. Bei Untersuchungen war mehrfach radioaktive Salzlauge nachgewiesen worden. (ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 17.11.2008, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!