Zum Inhalt der Seite

New York Times-Parodie verkündet Ende der Kriege in Irak und Afghanistan

New York. Leser in mehreren Großstädten der USA haben am Mittwoch eine fingierte Zeitung mit dem Titel der seriösen New York Times in die Hand gedrückt bekommen, die unter anderem das Ende der Kriege im Irak und Afghanistan verkündete. Das auf den 4. Juli 2009 datierte Blatt berichtete auch, daß Lösungen für die wirtschaftlichen Probleme und den Klimawandel auf den Weg gebracht und Obergrenzen für Managergehälter eingeführt worden seien.

Rund 1000 Aktivisten brachten 1,2 Millionen Exemplare der Zeitung, die äußerlich mit der New York Times verwechselt werden konnte, in New York, Los Angeles, San Francisco, Chicago, Philadelphia und Washington unter die Leute. Die Initiatoren erklärten, sie wollten die neue Regierung des künftigen US-Präsidenten Barack Obama ermuntern, ihre Wahlversprechen zu halten. Das mit Spenden finanzierte Projekt solle »Druck auf die Leute ausüben, die wir gewählt haben, das zu tun, wofür wir sie gewählt haben«, sagte ein Journalist.(AP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 14.11.2008, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!