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Jerusalem hat neuen Bürgermeister

Jerusalem. Jerusalem wird künftig von Nir Barkat regiert – einem rechtsnationalen Geschäftsmann, der jedes Zugeständnis an die Palästinenser ablehnt. Wie am Mittwoch nach Auszählung aller Stimmen offiziell mitgeteilt wurde, erreichte der laizistische Hardliner bei der Wahl zum Bürgermeister 52 Prozent der Stimmen. Sein schärfster Rivale, der ultraorthodoxe Rabbiner Meir Porusch, erhielt 43 Prozent. Nach seinem Sieg sagte Barkat, er verstehe sich als Bürgermeister aller 700 000 Einwohner, auch der 250 000 Palästinenser. Allerdings machte er klar, daß er deren Ansprüche auf den Ostteil der Stadt ablehnt: »Jerusalem darf nicht geteilt werden.«

Zeitgleich mit der Wahl in Jerusalem fanden weitere etwa 150 Kommunalwahlen in ganz Israel statt. Dabei konnten Kandidaten der regierenden Kadima-Partei rund 50 Siege einfahren.(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.11.2008, Seite 6, Ausland

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