Zum Inhalt der Seite

Metall-Tarifrunde vor Entscheidung

Sindelfingen/Nürnberg. Unmittelbar vor der voraussichtlich entscheidenden Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall noch einmal Druck gemacht. In Nürnberg beteiligten sich am Dienstag nach Gewerkschaftsangaben rund 10000 Beschäftigte an Warnstreiks. Am gestrigen Nachmittag sind die Tarifparteien in Sindelfingen zusammengekommen, um im Pilotbezirk Baden-Württemberg doch noch einen Kompromiß zu finden. Die IG Metall fordert für die rund 3,6 Millionen Arbeiter und Angestellten Einkommensverbesserungen von acht Prozent, die Unternehmer hatten zuletzt lediglich 2,1 Prozent angeboten.

Vor Beginn der Gespräche meinte IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann: »Die Gegenseite muß einen Rucker machen.« Die Situation sei schwierig. Der Verhandlungsführer des Unternehmerverbands Südwestmetall sagte ebenfalls, man liege noch »sagenhaft weit« auseinander. In der Nähe von Sindelfingen will auch der Gewerkschaftsvorstand zusammenkommen, um umgehend über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Eine mögliche Urabstimmung beim Platzen der Gespräche soll am Donnerstag beginnen. Der Arbeitskampf selbst könnte dann am Montag starten.


(AP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 12.11.2008, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!