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Blutbad in Ostkongo

Kibati. In ihrem Kampf um Nord-Kivu haben Rebellen und regierungsnahe Milizen in Ostkongo ein Blutbad unter der Bevölkerung angerichtet. In der Ortschaft Kiwanja wurden nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 26 Menschen ermordet, Menschenrechtler sprachen von mehr als 50 Opfern. Es habe in der vergangenen Woche zwei Wellen des Terrors gegeben, teilten die UN mit. Zuerst fielen demnach die auf seiten der Regierung kämpfenden Mai-Mai-Milizen über Kiwanja her und brachten Bewohner um, denen sie Unterstützung der Tutsi-Rebellen von Laurent Nkunda vorwarfen. Dann übernahmen die Rebellen die Kontrolle über das Gebiet rund 80 Kilometer nördlich von Goma und töteten Einheimische, die sie der Zusammenarbeit mit den Milizen beschuldigten. Augenzeugen berichteten, die Rebellen hätten viele ihrer Opfer mit Kopfschüssen regelrecht hingerichtet.(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.11.2008, Seite 1, Ausland

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