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Sinn sieht »anonymen Systemfehler«

Berlin. Im Streit um Schuld von Managern an der Finanzkrise hat der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, Kritik an ihnen mit dem Antisemitismus der dreißiger Jahre verglichen. »In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken«, sagte Sinn dem Tagesspiegel (Montagausgabe). In der Weltwirtschaftskrise von 1929 »hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager«. Niemand habe damals an einen »anonymen Systemfehler« glauben wollen, der die Krise ausgelöst habe. Zugleich verteidigte der Münchner Ökonom das staatliche 500-Milliarden-Euro-»Rettungspaket« für die Banken. Andernfalls hätte eine »Systemkrise der Marktwirtschaft« gedroht. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.10.2008, Seite 5, Inland

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