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22.10.2008
- → Ausland
Nach sechs Jahrzehnten: Indien und Pakistan öffnen die De-Facto-Grenze in Kaschmir
Foto: AP
Salamabad/Indien. Zum ersten Mal seit sechs Jahrzehnten gibt es zwischen Indien und Pakistan in der Region Kaschmir wieder eine Handelsverbindung. Am Dienstag öffnete sich die schwer befestigte De-Facto-Grenze (Foto). Lastwagen mit Früchten, Honig und Gewürzen rollten durch das Tor. »Ich war zwölf Jahre alt, als ich das letzte Mal sah, daß Kisten mit Obst in Richtung Rawalpindi gebracht wurden«, sagte der 74jährige indische Apfelbauer Haji Abdul Ahad Bhat.
Die Eröffnung der Handelsverbindung stärkt auch das 2004 zwischen Indien und Pakistan vereinbarte Friedensabkommen, das zuletzt nach einigen Schußwechseln an der Grenze wieder infrage gestellt worden war. Das vorwiegend von Muslimen bewohnte Kaschmir ist seit der Unabhängigkeit des indischen Subkontinents von der Herrschaft Großbritanniens 1947 in einen pakistanischen und einen indischen Teil geteilt. Zwei der drei Kriege zwischen beiden Ländern waren wegen Kaschmir geführt worden.
Der Grenzöffnung waren bereits andere vertrauensbildende Maßnahmen wie die Einrichtung von Bahn- und Busverbindungen vorausgegangen. (AFP/AP/jW)
Die Eröffnung der Handelsverbindung stärkt auch das 2004 zwischen Indien und Pakistan vereinbarte Friedensabkommen, das zuletzt nach einigen Schußwechseln an der Grenze wieder infrage gestellt worden war. Das vorwiegend von Muslimen bewohnte Kaschmir ist seit der Unabhängigkeit des indischen Subkontinents von der Herrschaft Großbritanniens 1947 in einen pakistanischen und einen indischen Teil geteilt. Zwei der drei Kriege zwischen beiden Ländern waren wegen Kaschmir geführt worden.
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Der Grenzöffnung waren bereits andere vertrauensbildende Maßnahmen wie die Einrichtung von Bahn- und Busverbindungen vorausgegangen. (AFP/AP/jW)
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