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Atomkonzerne fühlen sich verunglimpft

Karlsruhe/Essen/Biblis. Die Energiekonzerne EnBW und RWE Power wehren sich gegen die Kritik der Grünen an der verzögerten Abschaltung ihrer Atomkraftwerke. Ein EnBW-Sprecher erklärte am Montag auf Anfrage in Karlsruhe, die seit 13. Oktober andauernde umfangreiche Revision des baden-württembergischen Reaktors Neckarwestheim I sei »betriebsnotwendig und nicht politisch motiviert«. Auch ein Sprecher von RWE Power sagte, man habe bereits im Juli erklärt, den Meiler Biblis A in Hessen für eine mehrmonatige Revision vom Netz nehmen zu wollen. Beide wiesen die Vorwürfe der Grünen zurück, die Konzerne wollten die Stilllegung ihrer Reaktoren mit den Wartungsarbeiten über die Bundestagswahl im Herbst 2009 künstlich hinauszögern. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast hatte am Wochenende von »miesen Tricks der Atomlobby« gesprochen. Im Sommer hatte ein RWE-Sprecher erklärt, der Konzern hoffe nach der Bundestagswahl 2009 auf ein günstigeres politisches Klima für Atomkraft in Deutschland. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.10.2008, Seite 4, Inland

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