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Frankreich setzt auf höheres Staatsdefizit

Paris. Frankreich hält sein Versprechen gegenüber der EU, im Jahr 2012 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen, nicht ein. In dem am Freitag im Kabinett vorgelegten Budgetentwurf wird für 2012 eine Neuverschuldung von 0,5 Prozent der Wirtschaftsleistung eingeplant. Ursprünglich hatte sich Paris gegenüber Brüssel auf einen ausgeglichenen Haushalt für 2010 verpflichtet. Nach seinem Amtsantritt hatte Staatspräsident Nicolas Sarkozy das Ziel auf 2012 verschoben, was nun ebenfalls hinfällig ist. 2008 fällt die Neuverschuldung in Frankreich mit 49 Milliarden Euro um knapp acht Milliarden Euro höher aus als eingeplant. 2009 ist eine Neuverschuldung von 52 Milliarden Euro vorgesehen, damit beliefe sich das Defizit wie 2008 auf 2,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. .

Sarkozy warnte am Donnerstagabend, wegen der Finanzmarktkrise kämen noch schwere Belastungen auf die französische Wirtschaft zu. Er versprach zugleich, bei etwaigen Bankenpleiten zu garantieren, daß kein Sparer sein Geld verlieren werde. Wegen der angespannten Haushaltslage wurde diese Zusage von Experten allerdings skeptisch bewertet.
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(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.09.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

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