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Lafontaine will doch nicht verstaatlichen

Berlin. In scharfer Form hat Linksparteichef Oskar Lafontaine Aussagen und Presseveröffentlichungen zurückgewiesen, in denen die Forderung der Linken nach umfassender Mitarbeiterbeteiligung als Verstaatlichungsforderung »diffamiert« würden. »Die breite Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Unternehmenseigentum ist angesichts wachsender Vermögen auf der einen und sinkender Reallöhne sowie zunehmender Verarmung auf der anderen Seite mehr denn je notwendig, um soziale Gerechtigkeit in Deutschland durchzusetzen«, heißt es in einer am Donnerstag verbreiteten Erklärung. »Das zunehmende Auseinanderdriften von Gewinn- sowie Vermögenseinkommen und Einkommen aus abhängiger Beschäftigung untergräbt bei der Mehrheit der Deutschen das Vertrauen in die jetzige Wirtschaftsordnung«, schreibt Lafontaine weiter. Für Die Linke sei »die Mitarbeitergesellschaft das Unternehmen der Zukunft«. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.09.2008, Seite 5, Inland

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