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Paralympics

Absoluter Blödsinn I

Peking. Konfusion bei den Schwimmwettbewerben der Paralympics. Dem Berliner Thomas Grimm wurde über 100 Meter Brust zuerst die Goldmedaille verliehen, dann mußte er sie wieder abgeben. Der technische Verstoß des zwischenzeitlich disqualifizierten siegreichen Mexikaners Pedro Rangel wegen zu vieler Tauchzüge ist zwar erwiesen, seine Disqualifikation war somit rechtens. Doch wegen eines übereifrigen Kampfrichters darf er das Gold behalten. Der Oberschiedsrichter hatte das Ergebnis vor der offiziellen Bestätigung auf der Anzeigetafel veröffentlicht, dies gilt als Tatsachenentscheidung. »Sportlich eine Katastrophe«, schimpfte der deutsche Chef de Mission, Karl Quade. Der 35jährige Grimm ist ebenfalls verärgert. »Das ist eine Entscheidung gegen den Sport.« Noch ist unklar, ob der Deutsche Behindertensportverband und Grimm Protest einlegen. (sid/jW)

Letzter Wurf

Peking. Die gelähmte Martina Willing aus Brandenburg hat beim Abschied von Deutschlands erfolgreichster Behindertensportlerin Marianne Buggenhagen Gold bei den Paralympics gewonnen. Die 48jährige gewann mit 23,99 Metern wie schon 1996 in Atlanta den Speerwurf. Die sieben Jahre ältere Buggenhagen, neunmalige Paralympics-Siegerin und Deutschlands Sportlerin des Jahres 1994, wurde im letzten Wettkampf ihrer Karriere mit 17,64 Meter achte.(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.09.2008, Seite 16, Sport

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