Zum Inhalt der Seite

Fußball: Bis auf die Knochen

Zürich/Berlin. Spektakulärstes Ergebnis der mittwöchlichen WM-Qualifikationsspiele war der 2:1-Auswärtssieg von Außenseiter Luxemburg in der Schweiz. »Wir haben uns bis auf die Knochen blamiert. Das war eine meiner schlimmsten Niederlagen«, jammerte der neue Schweizer Nationalcoach Ottmar Hitzfeld. Wie üblich bereits gehörig unter Druck befindet sich Exbundestrainer Berti Vogts, der als Trainer des DFB-Gruppengegners Aserbaidschan ein kümmerliches 0:0 gegen Liechtenstein verantworten mußte. Krisenhaftes wird auch aus Portugal überliefert: Gegen Dänemark kassierte man eine überraschende 2:3-Heimniederlage.

Obenauf ist dagegen Fabio Capello, der seit dem Sommer die Hütchen bei den englischen Nationalkickern aufstellt: Das Team gewann in Kroatien deutlich mit 4:1. Nachwuchsspieler Theo Walcott traf dreimal. Kroatiens berüchtigter Bundesligatreter Robert Kovac flog nach üblem Schlag gegen Joe Cole vom Platz, von den Rängen gab es rassistische Schmähungen gegen Englands Stürmer Emile Heskey, weswegen der englische Verband nun Klage erheben will. Pflichtsiege feierten Italien (2:0 gegen Georgien), Frankreich (2:1 gegen Serbien), die Niederlande (2:1 in Mazedonien), Griechenland (2:0 in Lettland), Schweden (2:1 gegen Ungarn) und Spanien (4:0 über Armenien). Punktverluste mußten Tschechien (0:0 in Nordirland) und die Türkei (nur 1:1 gegen Belgien) hinnehmen.
Anzeige


(sid/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 12.09.2008, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!