Zum Inhalt der Seite

Hilfspfleger werden miserabel entlohnt

Berlin. Das Bundesgesundheitsministerium hat am Sonntag einen Bericht des Tagesspiegels über die miserable Bezahlung von angelernten Pflegehelfern teilweise bestätigt. Für die in 160 Stunden auf ihren Einsatz vorbereiteten Erwerbslosen sei zwar »ein Stundensatz von sieben bis acht Euro im Gespräch«, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Es gebe allerdings keinerlei verbindliche Vorgaben. »Das ist im einzelnen Sache der Pflegekassen und Pflegeheime, dies auszuhandeln.« Der Tagesspiegel hatte berichtet, daß die angelernten Kräfte für eine Vollzeittätigkeit ein durchschnittliches Monatsgehalt von 1213 bis 1387 Euro brutto erhalten sollen. Altenpflegehelfer mit einer einjährigen Ausbildung bekommen dagegen laut Tarifvereinbarungen im öffentlichen Dienst ein Monatsbruttoentgelt von 1763 bis 1927 Euro.(jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 01.09.2008, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!