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Aktionäre drohen mit Insolvenzantrag

Düsseldorf. Der in Schieflage geratenen Mittelstandsbank IKB droht einem Medienbericht zufolge neuer Ärger mit ihren Kleinaktionären. Mehrere Anlegeranwälte wollten Anfang der Woche einen Insolvenzantrag gegen das Düsseldorfer Institut stellen, wie die Welt unter Berufung auf Aktionärskreise berichtet. Dem IKB-Vorstand wird demnach vorgeworfen, die Finanzlage des Instituts beschönigend darzustellen. Der Gesellschaft drohe die Zahlungsunfähigkeit, weil die für August geplante und zum Überleben der Bank notwendige Kapital­erhöhung aufgrund zahlreicher Anfechtungsklagen noch auf der Kippe stehe. »Darüber hätte der Vorstand längst informieren müssen«, sagte ein Anlagevertreter der Zeitung. Die Düsseldorfer Bank, die sich massiv am US-Hypothekenmarkt verspekuliert hat, konnte seit Juli 2007 nur mit mehreren milliardenschweren Rettungspaketen von KfW, Bund und Banken vor dem Zusammenbruch bewahrt werden. Eine im März auf der Hauptversammlung beschlossene Kapitalerhöhung von 1,5 Milliarden Euro soll die Bank nach ihren Milliardenverlusten wieder auf Kurs bringen.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.07.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

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