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Kinderarmut größer als angenommen

München. Die Kinderarmut in Deutschland ist nach Aussagen von Experten deutlich größer als bisher angenommen. »Nach Berechnungen des Kinderhilfswerks sind nicht wie bisher angenommen 2,4 Millionen Kinder und Jugendliche, sondern rund drei Millionen als arm einzustufen«, sagte der Präsident der Organisation, Thomas Krüger, dem Magazin Focus. Die neue Zahl ergebe sich durch präzisere Betrachtung der vorhandenen Daten. So sei bisher noch nicht berücksichtigt worden, daß die Armut bei Jugendlichen stärker ansteige als bei Kindern. »Diese Jugendlichen sind weitgehend von sozialen und kulturellen Aktivitäten ausgeschlossen«, sagte Krüger. Er forderte eine Umschichtung öffentlicher Etats zugunsten von Kindern. Dringlich sei eine Kindergartenpflicht ab vier Jahren.

(AFP/ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.06.2008, Seite 1, Inland

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