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Wiener EM-Statistik

Anläßlich des Spiels Österreich–BRD rechnen die Wiener Verkehrsbetriebe mit 500000 zusätzlichen Fahrten im öffentlichen Nahverkehr. Normalerweise benutzen täglich 2,2 Millionen Fahrgäste U- und S-Bahn sowie Bus. Im Mai wurde die Endstation der U2 »Stadion« eingeweiht: Dank drei Gleisen für zwei Bahnsteige können stündlich bis zu 24 000 Stadionbesucher transportiert werden. Die Fans werden durch 15 Aufgänge geschleust, damit es auf den Bahnsteigen zu keinem Gedränge kommt. Ein Zug (800 Personen) ist so in zwei Minuten gefüllt.

Die wenigen, die blöd genug sind, mit dem Auto anzureisen, verhalten sich sehr diszipliniert: Bis Freitag mußten erst sechs Fahrzeuge aus dem Stadionbereich oder den Fanzonen abgeschleppt werden. In der ersten EM-Woche wurden von den Behörden 349 Baustellen im Wiener Stadtgebiet überprüft. 33 waren illegal, 167 »Euro-fit«, bei 149 hat der Magistrat zusätzliche Sicherungen angeordnet. Auch die Müllabfuhr hat sich zu Wort gemeldet. In der Fanzone werden nächtlich 31 Tonnen Müll entfernt und, in der ersten EM-Woche, 170 Kubikmeter Abwasser entsorgt.


(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.06.2008, Seite 15, Sport

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