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14.06.2008
- → Kapital & Arbeit
Deutsche Post gibt ihr Filialnetz auf
Bielefeld. Die Post legt ihr gesamtes Filialnetz in fremde Hände. Die noch bestehenden rund 750 konzerneigenen Zweigstellen würden bis Ende 2011 in private Partnerfilialen umgewandelt, sagte ein Postsprecher am Freitag. Bisher hatte das Unternehmen noch rund 100 Standorte in eigener Hand belassen wollen. Die Post beteuerte, mit der Auslagerung gehe keine Serviceverschlechterung einher. Die Gewerkschaft ver.di wie auch der Verband für Post und Telekommunikation bezweifelten dies. Ver.di-Sprecher Günter Isemeyer erklärte am Freitag, seine Organisation habe Anfang Mai jedoch zumindest den Ausschluß betriebsbedingter Kündigungen bis 30. Juni 2011 durchgesetzt.
Der Präsident des Unternehmerverbands Neue Brief- und Zustelldienste, Florian Gerster, warf der Post vor, sie nutze ihre marktbeherrschende Stellung dazu, »um sich trickreich vor ihrem eigenen Mindestlohn zu drücken«. (ddp/jW)
Der Präsident des Unternehmerverbands Neue Brief- und Zustelldienste, Florian Gerster, warf der Post vor, sie nutze ihre marktbeherrschende Stellung dazu, »um sich trickreich vor ihrem eigenen Mindestlohn zu drücken«. (ddp/jW)
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