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Kolumbien: FARC-Guerilla-Chef Marulanda gestorben

Bogotá. Der langjährige Chef der kolumbianischen FARC-Guerilla, Manuel Marulanda, ist gestorben. Die linksgerichtete Rebellenorganisation bestätigte am Sonntag den Tod ihres Anführers, der im März einem Herzinfarkt erlegen sei. Zuvor hatte das Verteidigungsministerium in Bogota unter Berufung auf Geheimdienstkreise mitgeteilt, daß Marulanda am 26. März gestorben sei. Ein Rebellenführer sagte dem venezolanischen Fernsehnetzwerk Telesur, Marulanda sei im Kreis seiner Gefährten und Leibwächter gestorben. Sein Nachfolger sei der bisherige Chefideologe der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC), Alfonso Cano. Marulanda, der bürgerlich Pedro Antonio Marin hieß, war etwa 78 Jahre alt geworden. Es war der zweite große Verlust für die Rebellenorganisation: Anfang März hatte die kolumbianische Armee den zweiten Mann, Raúl Reyes, ermordet.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.05.2008, Seite 1, Ausland

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